Walburga Werth-Böhl – Von der Mitarbeiterin der Reittherapie zur Inhaberin eines Gestüts

Aue-Wingeshausen. Walburga Werth-Böhl betreibt mit Unterstützung ihres Sohns Ulrich Böhl das Gestüt Pulvermühle in Aue-Wingeshausen. Frau Werth-Böhl war als Angestellte der WKA Bad Berleburg bis 2005 als Mitarbeiterin der Reittherapie in einem Reitstall der WKA beschäftigt. Sie hat dort mit Hilfe von Pferden den Patienten der Kliniken Reittherapeutische Behandlungen gegeben. Jedoch wurde die Weiterbeschäftigung unsicher und Walburga Werth-Böhl wollte sich neuen Aufgaben widmen. Sie hatte schon länger den Traum von einem eigenen Reitstall. Ihr Mann unterstütze sie bei diesem Traum und dessen Verwirklichung.

Familie Böhl begann den Bau ihres Gestüts mit dem vor einigen Jahren verstorbenen Ehemann und Vater Hans Böhl, im Jahre 2003. Auf dem Gelände in der Pulvermühle war schon vorher ein Stall mit Stutenzucht für sechs Pferde vorhanden, indem Frau Werth-Böhl Zuchtstuten aufgezogen hat. Neben das noch heute vorhandene Firmengebäude der Familie Böhl, wurden angrenzende Waldflächen zu einer Reithalle mit langer Stallgasse verbaut. Außerdem wurden Wiesenflächen für die Erstellung von Paddocks und einem Round-Pen nach dem Bau der Halle genutzt. Nach der vorläufigen Fertigstellung der Reithalle zogen die ersten Pferde von der Reithalle in der Wester, am 01.11.2003, in ihr neues Zuhause in der Pulvermühle ein. Der Umzug konnte durch einen gemeinsamen Ritt von der Wester zur Pulvermühle vollzogen werden. Mitte 2004 wurden die ersten Reitstunden gegeben.

In den ersten Jahren wurden neben Dressur-, Longen- und Springstunden auch Voltigier- und Westernreitkurse angeboten, welche heute nicht mehr angeboten werden. Neben den eigenen Pferden können auch Privatpferde untergestellt werden. Insgesamt gibt es 24 Stellplätze in den verschiedenen Ställen. Ganzjährig gibt es auch Stellplätze im Außenbereich, wo sich Pferde auf den Wiesen und in einem Unterstand aufhalten können. Den Reitunterricht betreibt Walburga Werth-Böhl täglich. Neben den Privatpferden gibt es noch Schulpferde, welche für den täglichen Reitunterricht für Kinder und Jugendliche eingesetzt werden. Die Schulpferde haben jeweils Pflegerinnen, die sich täglich um die Pferde kümmern, indem sie diese Pferde pflegen und deren Boxen ausmisten. Meist werden zwei Pflegerinnen je Tier eingesetzt, um die Belastung der einzelnen zu senken. Ein Außenreitplatz für Trainingseinheiten in den wärmeren Jahreszeiten wurde 2008 angelegt. In den Ferien werden Springkurse für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten. Eine Teilnahme an den Ferienspielen gehört jeden Sommer zum Programm des Gestüts. In den Herbstferien können oft Reitabzeichen absolviert werden.

Ab September 2014 bis Februar 2015 hatte Walburga Werth-Böhl erstmals eine Praktikantin, welche sie täglich bei allen Arbeiten rund um den Reitbetrieb unterstützte. Durch den Bau der Reithalle ergab sich für viele Kinder und Jugendliche eine zusätzliche Möglichkeit, oft auch ortsnah, das Hobby des Pferdesports zu betreiben