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Hausinternes Curriculum zum Lehrplan S II mit den Vorgaben für das Zentralabitur 2012

 

Einleitung

Unser Curriculum basiert auf den obligatorischen Vorgaben der Kernlehrpläne. In Arbeitsgruppen, an pädagogischen Tagen, bei der Konzeption von Parallelarbeiten, durch Absprachen der in den einzelnen Jahrgangsstufen arbeitenden Kollegen sowie auf Fachkonferenzen und Dienstbesprechungen überprüften wir sukzessive die bewährten und auf den aktuellen Richtlinien beruhenden Unterrichtssequenzen dahingehend, ob sie die Kompetenzen in den vier Anforderungsbereichen (Sprechen und Zuhören/ Schreiben/Reflexion über Sprache/Lesen-Umgang mit Texten und Medien) abdecken und dem Prinzip des kumulativen Lernens genügen. Auch in den Klassenarbeiten, die gemäß den sechs Aufgabentypen der KLP den einzelnen Unterrichtsvorhaben zugeordnet wurden, muss gewährleistet sein, dass sie im Sinne des kumulativen Lernens konzipiert und aussagekräftig sind. Darüber hat die Fachkonferenz sich auch in den kommenden Jahren weiter auszutauschen. Überhaupt kann ein zeitgemäßes Curriculum keine jahrelang gültige Festschreibung mehr sein, sondern befindet sich stets in Reflexion und Entwicklung.

 

Nach den Ergebnissen der PISA-Studie ist der Bereich des Lesens – Umgang mit Texten als besonders problematisch zu betrachten. Strategien zur Entwicklung des angemessenen Leseverstehens, also des nicht nur sinnentnehmenden und rein nachvollziehenden Verstehens wie in der Grundschule gefordert, sondern einer anwendungsorientierten Auswertung von Fakten und Zusammenhängen, Stimmungen und Intentionen mussten konzipiert werden. Dies führte zu einem Leseförderkonzept unserer Fachschaft, das sich im Aufbau befindet und weiterentwickelt wird. Dazu gehören u. a.:

  • Schriftstellerlesungen an unserer Schule, vor allem auch im Rahmen des „Literaturpflasters“, das jährlich während der Zeit der Frankfurter Buchmesse von der Kulturgemeinde der Stadt Bad Berleburg angeboten wird
  • Besuch der Stadtbibliothek mit den Klassen 5
  • Einführung in die Schulbibliothek
  • Teilnahme am „Welttag des Buches“ über die örtliche Buchhandlung MankelMuth
  • Buchvorstellungen der Schüler (im Curriculum verankert)
  • Besuch von Literaturverfilmungen in Zusammenarbeit mit dem Kino „Capitol“ Bad Berleburg
  • Vorlesewettbewerb für die 6. Klassen
  • Teilnahme am Mundartlesewettbewerb des Heimatbundes Siegen-Wittgenstein
  • Selbstlernzentrum und Oberstufenarbeitsraum enthalten neben der Ausstattung mit Computern auch Nachschlagewerke und Fachliteratur/Übungsmaterialien
  • Methodenwissen zur Texterschließung wird neben der systematischen Vermittlung im Unterricht auch an Methodentagen eingeübt (Klassen 5 und Jahrgangsstufen 10/11)

 

Der Anforderungsbereich Reflexion über Sprache hat stets einen zentralen Stellenwert, da alle Schreib- und Sprechakte in der unterrichtlichen Rezeption und Produktion sowie alle Unterrichtsgegenstände aus Literatur und gesellschaftlicher Kommunikation geprägt sind von grammatischen Strukturen, stilistischen Besonderheiten, bestimmten Aufbau- und Argumentationsformen sowie textualen Strukturen im semantischen und syntaktischen Bereich. Da sich auch hier aus unserer Erfahrung – zumindest für einige Schüler – große Probleme zeigen, erfordert diese Tatsache ein besonderes Konzept der Förderung: Rechtschreibförder-konzept/Sprachförderkonzept. Dem Deutschunterricht der Jahrgänge 5 – 9 wurde eine Stunde aus dem Ergänzungsstundenbereich von der Schulleitung zugewiesen. Diese Stunde wird über den normalen Unterricht erteilt. Zusätzlich unterstützt ein Kollege der Fachschaft wöchentlich die Arbeit des Selbstlernzentrums. Darüber hinaus ist geplant, im nächsten Schuljahr erneut eine Kollegin intensiv und systematisch im Bereich der Förderung rechtschreibschwacher Schüler fortzubilden und mit der Einrichtung solcher Kurse zu beauftragen. Die unterrichtenden Lehrer der Fachschaft werden den Förderbedarf feststellen und dann weitergeben. (Ein solches Konzept hat immer schon an der Schule bestanden, durch Pensionierung kommt es aber zu personellem Wechsel.)

Zur Sprachförderung bei Kindern mit Migrationshintergrund ist zu sagen, dass der Anteil solcher Schüler verschwindend gering ist. Wir reagieren als Fachschaft darauf, wenn wir ein solches Kind zu unterrichten haben, in der Weise, dass wir in Fachkonferenzen und Dienstbesprechungen diese Fälle besprechen und dann individuell mit diesen Kindern arbeiten: entweder der unterrichtende Kollege selbst erstellt oder sucht Materialien für dieses Kind heraus oder weitere Kollegen, zum Beispiel im Selbstlernzentrum, fördern diese Kinder. Im Rahmen der Schulberatung empfehlen wir den Eltern auch außerhalb der Schule liegende Fördermöglichkeiten, zum Beispiel Angebote der Volkshochschule, zu nutzen. Es werden grundsätzlich individuelle Lösungen gesucht.

 

Lehrbuchbezug: Texte, Themen und Strukturen, Ausgabe NRW

 

 

10.1/

11.1

Bedingungen und Störungen menschlicher Kommunikation in literarischen und sprachtheoretischen Texten der Gegenwart

  1. UV: Erzähltexte und –techniken, auch in einer epischen Ganzschrift (zum Beispiel Novelle, Kleist: Michael Kohlhaas (E, Sa) à Kap. A1, A5, B1, B5, E1, E2
  2. Identitäts- und Sinnfindung in lyrischen Texten (L) à Kap. A2, B3, E1

 

 

10.2/

11.2

Die Mitverantwortung des Einzelnen – Selbstbestimmung und Mündigkeit

  1. UV: Probleme der Wissenschaft im modernen Drama (D); hier: Dürrenmatt: Die Physiker à Kap. A3 und A4, B3, E1
  2. 2. UV: Aufklärung, Sturm und Drang, Empfindsamkeit – Verstandeskultur versus Gefühl (Sa, E) à Kap. C2, B5, E2
  3. Motivverwandte deutschsprachige und nichtdeutschsprachige Texte (E, L) à teilweise Kap. C6

 

 

Grundkurs

 

 

Leistungskurs

 

 

 

 

 

 

  1. 1

Das Bild des Menschen im Epochenumbruch vom 18. zum 19. Jahrhundert

  1. UV: Entwicklung des Dramas:
  • Goethe: Iphigenie
  • Büchner: Woyzeck

           

Liebesgedichte in verschiedenen Epochen der Literaturgeschichte

  1. UV: Liebesgedichte in Romantik und Gegenwart (1980 – 2010)

Das Bild des Menschen im Epochenumbruch vom 18. zum 19. Jahrhundert

  1. UV: Entwicklung des Dramas:
  • Goethe: Iphigenie
  • Kleist: Prinz von Homburg
  • Büchner: Woyzeck

Liebesgedichte in verschiedenen Epochen der Literaturgeschichte

  1. UV: Liebesgedichte mit Schwerpunkten in den Epochen Barock, Romantik (unter Einbezug Heines) und in der zweiten Hälfte des 20. Jh.

 

 

 

 

 

  1. 2

Politik und Poesie im 19. Jahrhundert: Traditionen und Traditionsbrüche

  1. UV: Handeln durch Literatur und Gegenbilder – Vormärz und Biedermeier sowie realistisches Erzählen im 19. Jahrhundert

 

Die Psychologisierung des Menschenbildes in epischen Texten an der Schwelle zur Moderne

  1. Entwicklung epischer Texte:
  • Mann: Mario und der Zauberer
  • Schnitzler: Traumnovelle

Politik und Poesie im 19. Jahrhundert: Traditionen und Traditionsbrüche

  1. UV: Handeln durch Literatur und Gegenbilder – Vormärz und Biedermeier sowie realistisches Erzählen im 19. Jahrhundert

 

Die Psychologisierung des Menschenbildes in epischen Texten an der Schwelle zur Moderne

  1. Entwicklung epischer Texte:
  • Mann: Buddenbrooks
  • Schnitzler: Leutnant Gustl
  • Literarische Beispiele der neuen Sachlichkeit: Roman-auszüge/Erzähltexte von Kästner, Fallada, Fleißer oder Keun

 

 

 

 

 

 

 

  1. 1

Sprachexperimente des 20. Jahrhunderts

  1. UV: Vom Naturalismus zum Expressionismus – Literatur als Experiment und Ausdruck von Traum und Verzweiflung

 

 

 

 

 

 

Spracherwerb und Sprachentwicklung

  1. UV: Herder: Abhandlung über den Ursprung der Sprache – in Auszügen – sowie Aspekte des Sprachwandels in der Gegenwart: Anglizismen; Einfluss neuer Medien; Mehrsprachigkeit

 

Sprachexperimente des 20. Jahrhunderts

  1. UV: Vom Naturalismus zum Expressionismus – Literatur als Experiment und Ausdruck von Traum und Verzweiflung
  2. UV: Sprachkritik: Sprachskepsis, Sprachnot
  • Hofmannsthal: Chandos-Brief – in Auszügen
  • Gedichte und Sachtexte zum Thema

Spracherwerb und Sprachentwicklung

  1. UV: Herder: Abhandlung über den Ursprung der Sprache – in Auszügen – sowie Aspekte des Sprachwandels in der Gegenwart: Anglizismen; Einfluss neuer Medien; Mehrsprachigkeit

 

 

 

  1. 2

Gegenwartsliteratur: Bestands-aufnahme – AufbruchOrientie-rungsversuche

  1. UV: Koeppen: Tauben im Gras

 

Gegenwartsliteratur: Bestands-aufnahme – AufbruchOrientie-rungsversuche

  1. UV: Koeppen: Tauben im Gras

 

 

Anmerkung:

  • Die fettgedruckten Passagen bezeichnen die prüfungsrelevanten inhaltlichen Schwerpunkte für das Abitur.

 

Das hausinterne Curriculum für die Oberstufe ist jährlich im Sinne der Vorgaben zu den unterrichtlichen Voraussetzungen für die schriftlichen Prüfungen im Abitur in der gymnasialen Oberstufe für das jeweilige Jahr zu prüfen und ggf. zu modifizieren.

 

Exemplarische Aussagen zur Gestaltung von Lernprozessen

Im Folgenden soll eine Unterrichtseinheit vorgestellt werden, die für die Jahrgangsstufe 10/11 alle Forderungen modernen Unterrichts im Fach Deutsch umzusetzen versucht: Schülerorientierung und damit Erziehung zum selbstständigen Arbeiten; Methodenvielfalt, die unterschiedliche Lernwege der Schüler berücksichtigt; den Einsatz kooperativer Arbeitsformen, die Schülern wie nebenbei Erziehung zur Verantwortung auch für den anderen und die gemeinsame Sache angedeihen lassen.

Die Kollegen der Fachschaft Deutsch sind bemüht, ihren Unterricht nach diesen Grundsätzen zu gestalten.

 

 

Wissenschaft und Verantwortung – Analyse und Vergleich der Ansichten der drei Physiker „Einstein“, „Newton“ und „Möbius“ über den Zusammenhang von Wissenschaft und Verantwortung

mit Formen des kooperativen Lernens.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Thematischer Zusammenhang

 

  1. 1 Thema des Kurses

Der Wissenschaftler und seine Verantwortung im Spiegel des Dramas und der Wissenschaftstheorie.

 

  1. 2 Thema der Unterrichtsreihe

Probleme der Wissenschaft im modernen Drama – Die gesellschaftliche Mitverantwortung  im Spiegel der Problematisierung von Verantwortung der Wissenschaft am Beispiel der Komödie Dürrenmatts: Die Physiker

 

  1. 3 Thema der Unterrichtsstunde

Wissenschaft und Verantwortung – Analyse und Vergleich der Ansichten der drei Physiker „Einstein“, „Newton“ und „Möbius" über den Zusammenhang von Wissenschaft und Verantwortung mit Formen des kooperativen Lernens.

 

  1. 4 Themen der Unterrichtseinheiten

Die Unterrichtsstunde ist die zweite Stunde der vierten Sequenz innerhalb der Unterrichtsreihe. Die Themenschwerpunkte der Unterrichtsreihe im Überblick:

 

1. Sequenz: „Die Physiker“ im zeitgeschichtlichen Kontext – Finden sich Dürrenmatts Ansichten über die Verantwortung der Wissenschaft in seinem Werk wieder?

  • Kalter Krieg und „Gleichgewicht des Schreckens“ – Eine Analyse des historischen Hintergrunds unter besonderer Berücksichtigung der Biographie Dürrenmatts. 

 

  • Dürrenmatts Ansichten über die Wissenschaft – Analyse und Reflexion der Ansichten Dürrenmatts aus der Perspektive damals und heute.

 

  • Finden sich Dürrenmatts Ansichten über die Verantwortung der Wissenschaft in seinem Werk wieder? – Eine Konzeption von Leitfragen und Hypothesen für die Bearbeitung der Komödie „Die Physiker“ vor dem Hintergrund der erarbeiteten Auffassung Dürrenmatts von Wissenschaft und deren Verantwortung.

 

2. Sequenz: Die Bühnenanweisungen als Exposition?

  • Der Ort der Handlung – Analyse der Bühnenanweisungen unter besonderer Berücksichtigung der übermittelten Atmosphäre und symbolischen Vorausdeutungen.

 

  • Analytischer Vergleich zwischen dramatischer „Exposition“ und den Bühnenanweisungen der „Physiker“ – Finden sich Elemente der „Exposition“ in den Bühnenanweisungen wieder?

 

3. Sequenz: Der erste Akt: Die Physiker, eine scheinbare Komödie? 

  • Die Bedeutung der Exekutive: Charakterisierung der Figur Inspektor Voss unter besonderer Berücksichtigung seiner Funktion als Vertreter der Exekutive.

 

  • Die Bedeutung der Kirche: Charakterisierung der Figur (Missionar) Oskar Rose unter besonderer Berücksichtigung seiner Funktion als Vertreter der Kirche.

 

  • Die Bedeutung der Liebe: Analyse der Reaktionen Möbius` auf die überraschenden Enthüllungen Schwester Monikas als Vorausdeutungen auf ihre Ermordung.

 

  • Fazit des ersten Akts: Ein Vergleich der Figuren Inspektor Voss, Missionar Rose und Schwester Monika als Repräsentanten allgemeingültiger Wertvorstellungen.

 

4. Sequenz: Der zweite Akt: Die schlimmstmögliche Wendung

  • Die beiden Aktanfänge im Vergleich – Untersuchung der beiden Aktanfänge hinsichtlich Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

 

  • Wissenschaft und Verantwortung – Analyse und Vergleich der Ansichten der drei Physiker „Einstein“, „Newton“ und „Möbius“ über den Zusammenhang von Wissenschaft und Verantwortung mit Formen des kooperativen Lernens.

 

  • Analyse des Charakters Möbius als zentrale Figur des Stücks unter besonderer Berücksichtigung seiner Ansichten über den Zusammenhang von Wissenschaft und Verantwortung.

 

  • Die schlimmstmögliche Wendung - Analyse des Charakters Fräulein von Zahnd und ihrer Ansichten zur Funktion wissenschaftlicher Forschung.

 

  • Die Funktion der Schlussmonologe – Interpretation der Schlussmonologe der drei Physiker.

 

  • Herstellen eines Aktualitätsbezuges und Positionierung zum Drama sowie zu dessen Aussage.

 

5. Sequenz: Die Dramenkonzeption – „Die Physiker“ als klassisches Drama?

  • Die klassische Form des Dramas, was ist das? - Den Aufbau des klassischen Dramentypus kennenlernen und untersuchen.

 

  • „Die Physiker“ als klassisches Drama? – Vergleich des Dramenaufbaus mit dem klassischen Dramentypus unter besonderer Berücksichtigung der Konzeption einer Handlungskurve des Stücks „Die Physiker“.

 

  • Die Welt als Labyrinth – Analyse der Weltsicht Dürrenmatts und seiner Auffassung über die Funktion des Dramas.

 

  1. Hausaufgaben

 

  1. 1 Hausaufgaben zur aktuellen Stunde

Lest euch den Textauszug aus dem 2. Akt der „Physiker“ durch und unterstreicht die zentralen Textstellen. Notiert euch anschließend die wichtigsten Thesen und Aussagen des Physikers Newton/Einstein/Möbius[1] über den Zusammenhang von Wissenschaft und Verantwortung mit den zugehörigen Zeilenangaben.

 

 

  1. 2 Hausaufgaben zur nächsten Stunde

           

Im folgenden Textauszug des Gesprächs mit seinen Mitinsassen, konfrontiert Möbius  Newton und Einstein mit entscheidenden Problemen, die sich für den Physiker in der Gesellschaft ergeben. Benennt diese Probleme und nehmt vor dem Hintergrund des bisher Erarbeiteten kritisch Stellung zu diesen.[2]

 

  1. Lernziele

 

  1. 1 Hauptlernziel der Stunde

Die Schüler[3] sollen die drei Ansichten der Physiker „Möbius“, „Newton“ und „Einstein“ über den Zusammenhang von Wissenschaft und Verantwortung in ihren Grundzügen erklären und   in Bezug auf die zentrale Thematik des Stücks hinsichtlich ihrer divergierenden Standpunkte kritisch reflektieren.

 

  1. 2 Teillernziele der Stunde

Die Schüler sollen

  • die jeweiligen Standpunkte der Physiker hinsichtlich des Zusammenhangs von Wissenschaft und Verantwortung formulieren, indem sie die in den Hausaufgaben erarbeiteten Ergebnisse über die Kernthesen und Aussagen der einzelnen Physiker aus dem Textauszug des 2. Akts der „Physiker“ in Gruppen diskutieren und konkretisieren.
  • die Ansichten der jeweiligen Physiker über den Zusammenhang von Wissenschaft und Verantwortung in ihren Grundzügen im Plenum vorstellen und anhand von Textbelegen erläutern können, indem sie ihre Ergebnisse auf OHP-Folien visualisieren.
  • wissen, dass die drei Physiker klare unvereinbare Ansichten hinsichtlich des Zusammenhangs von Wissenschaft und Verantwortung vertreten, indem sie auf Grundlage der erarbeiteten Ergebnisse der Präsentationsphase die einzelnen Standpunkte analysieren und vergleichend gegenüberstellen.
  • die jeweiligen Standpunkte der drei Physiker insgesamt kritisch reflektieren, indem sie sich ggf. in Bezugnahme auf aktuelle Ereignisse (z.B. Diskussion über Atomenergie in der BRD) zu den erarbeiteten differenten Ansichten positionieren und diese bewerten.
  • den durch die Figur Möbius angestrebten „Lösungsansatz“, der Rücknahme des Wissens zum Schutz der Menschheit, kritisch reflektieren, indem sie diesen hinsichtlich dessen gesellschaftlicher Aktualität und Relevanz vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse (z.B. der Diskussion über Atomenergie in der BRD) überprüfen und diskutieren.[4]


 Geplante Unterrichtsstruktur

Phase

Sachaspekte

Sozialform/ Handlungsmuster/ Medien

Didaktischer Kommentar/ Lernzielbezug

Einstiegs-phase

Zu Beginn der ersten Phase bittet die Lehrkraft einen Schüler über die Aufgabenstellung der Hausaufgaben zur heutigen Stunde zu informieren. Hierbei erhalten die Schüler die Möglichkeit, Fragen bezüglich etwaiger Unklarheiten bei der Erarbeitung der Hausaufgaben zu stellen. Anschließend werden die Schüler in Form eines informierenden Unterrichtseinstieges über den geplanten Ablauf der Stunde in Kenntnis gesetzt. Daraufhin verteilt die Lehrkraft die Arbeitsblätter mit den entsprechenden Arbeitsaufträgen.

Nach Verteilung der Arbeitsblätter mit den entsprechenden Arbeitsaufträgen erhalten die Schüler vor Beginn der Erarbeitungsphase die zusätzliche Gelegenheit, Fragen bezüglich des Ablaufs und der Aufgabenstellung zu stellen.   

Lehrervortrag, informierender Unterrichtseinstieg, offenes Unterrichtsgespräch; Arbeitsblätter mit Arbeitsaufträgen

Aufgrund der vorangestellten Hausaufgabe und der zugehörigen spezifischen Aufgabenstellung (siehe Anhang) ist den Schüler sowohl das Thema der heutigen Stunde als auch der inhaltliche Kontext des zu bearbeitenden Textauszuges bekannt. Demzufolge  wurde aus didaktischen und methodischen Gründen auf einen Unterrichtseinstieg in Form eines (Lehrer-) Impulses verzichtet.   

Die Wiederholung der Aufgabenstellung der Hausaufgaben durch einen Schüler dient der Sicherstellung des richtigen Verständnisses der für die Erarbeitungsphase als Grundlage dienenden Hausaufgabe.

Als Überleitung zu der darauffolgenden Erarbeitungsphase dient die Aufforderung, die Ergebnisse der jeweiligen Hausaufgaben in den zugehörigen Gruppen miteinander zu vergleichen und zu konkretisieren.

Erarbeitungs-phase

In der zweiten Phase finden sich die Schüler gemäß den Arbeitsaufträgen in Gruppen zu je drei bis vier Personen zusammen, sodass sich zu jedem Physiker jeweils zwei Gruppen bilden. Innerhalb der Gruppen sollen sich die Schüler nun über ihre Ergebnisse der Hausaufgaben austauschen und diese in Rückbezug zur Aufgabenstellung diskutieren. In diesem Zusammenhang gilt es für die Gruppen Überlegungen bezüglich des vertretenden Standpunktes des von ihnen zu bearbeitenden Physikers anzustellen und inwiefern sich dieser am Text (konkret) belegen lässt. Um die jeweiligen Ergebnisse im Plenum vorstellen zu können, werden diese auf OHP-Folien schriftlich fixiert.

 

 

Gruppenarbeit (Pair); Arbeitsblatt mit Arbeitsauftrag , OHP-Folien zur Fixierung der Ergebnisse, Folienstifte

Da sich die jeweiligen Arbeitsaufträge auf eine (relativ) umfangreiche Textgrundlage stützen, wurde aus Gründen der Zeitökonomie, speziell in Hinblick auf die gewählte Präsentationsform in der Phase der Sicherung (siehe Auswertung/Sicherung), die Phase der Einzelarbeit (Think) in Form einer Hausaufgabe ausgelagert.

Die Art der Gruppeneinteilung gewährleistet durch die Vorgabe der Gruppengröße eine effizientere Vorbereitung der darauffolgenden Gruppenpräsentation.

Der Vergleich und die gegenseitige Überprüfung der Ergebnisse in Gruppen bietet den einzelnen Schülern die Möglichkeit, ihr  Textverständnis zu vertiefen. 

Die schriftliche Fixierung der Ergebnisse auf OHP-Folie dient der übersichtlichen Präsentation der jeweiligen Ansichten und Standpunkte der drei Physiker. 

Als weitere Differenzierungsmaßnahme können sich die einzelnen Gruppen bei noch verbleibender Arbeitszeit mit den Ansichten und Standpunkten eines weiteren Physikers, ggf. aller drei Physiker beschäftigen, wodurch diese als zusätzliche Kontrollgruppen (siehe Auswertung/ Sicherung) fungieren können.

Auswertung/ Sicherung

In der dritten Phase werden drei Gruppen ihre Ergebnisse auf OHP-Folie präsentieren. Hierbei stellen die einzelnen Gruppen gemäß dem Arbeitsauftrag die Ansichten und den Standpunkt des von ihnen zu bearbeitenden Physikers nacheinander vor. Die übrigen drei Gruppen fungieren als sogenannte Kontrollgruppen, die die Ergebnisse und erarbeiteten Beispiele überprüfen und ggf. ergänzen.

Unterrichtsgespräch (Share); OHP-Folien mit Arbeitsergebnissen der Schüler

Die mithilfe der Art der Arbeitsaufträge und der Gruppeneinteilung gewährleistete Präsentation durch drei Gruppen und der einhergehenden  Überprüfung durch drei Kontrollgruppen dient, neben der Berücksichtigung der Schülerzentrierung, vordergründig dem Versuch der angemessenen Würdigung der Gruppenarbeits-ergebnisse.     

 

Vertiefung/ Transfer

Im Anschluss der Präsentation der Gruppen werden, in Rückbezug auf die jeweiligen Ergebnisse in der Phase der Sicherung, die Formulierungen der einzelnen Standpunkte der drei Physiker erneut aufgegriffen und durch eine geforderte genaue Abgrenzung voneinander konkretisiert.

In direkter Anknüpfung an die Abgrenzung gilt es nun auf Schülerseite sich entsprechend den jeweiligen Standpunkten der drei Physiker selbst zu positionieren, indem sie die eigens formulierten Standpunkte ggf. vor dem Hintergrund des bisher erarbeiteten zeitgeschicht-lichen Kontexts oder aktueller Ereignisse (z.B. atomare Katastrophe in Japan) kritisch reflektieren.

Speziell der zum Ende des Textauszuges durch die Figur Möbius angestrebte „Lösungsansatz“, der Rücknahme des Wissens zum Schutz der Menschheit, kann hinsichtlich seiner Aktualität und Relevanz aufgrund der aktuellen Ereignisse überprüft und diskutiert werden.

Lehrerimpuls, Unterrichtsgespräch; OHP-Folie mit Arbeitsergebnissen der Schüler, ggf. OHP-Folie mit Textauszug zur Ansicht Möbius

Die Folie der Schülerergebnisse findet weiterhin Verwendung.

In dieser abschließenden Phase können die Schüler die Ergebnisse der Erarbeitungsphase reflektieren, indem sie die jeweiligen Ansichten und Standpunkte der einzelnen Physiker miteinander vergleichen und voneinander abgrenzen. 

Die kritische Reflexion der Standpunkte der drei Physiker erfordert von den Schülern eine differenzierte Stellungnahme, die erstmals über eine Thematisierung des im Zuge des Unterrichts behandelten zeitgeschichtlichen Kontexts hinausgehen kann. Hierbei sind auch Bezüge zur aktuellen Diskussion in Deutschland über die Atomenergie aufgrund der Ereignisse in Japan denkbar. 

In Anbetracht der noch zur Verfügung stehenden Unterrichtszeit kann die Diskussion in Form einer schriftlichen Hausaufgabe ausgelagert werden.

Didaktische Reserve: In Abhängigkeit des Diskussions-verlaufs und der zur Verfügung stehenden Unterrichtszeit werden die Schüler mit einem Textausschnitt  eines Kommentars („Atomkraft, das war's!“) zur aktuellen Diskussion über die Verwendung von Atomenergie in der BRD konfrontiert. Sofern noch nicht geschehen, erhalten die Schüler so die Möglichkeit einen direkten Bezug der erarbeiteten Ansichten der Physiker zu den aktuellen Ereignissen herzustellen und kritisch zu reflektieren.

Lehrerimpuls,

Unterrichtsgespräch;

OHP-Folie mit  Textausschnitt des Kommentars „Atomkraft, das war's!“

Es ist anzunehmen, dass dieser Impuls aufgrund der notwendigen Bearbeitungszeit der vorherigen Unterrichtsphasen keine Verwendung mehr findet.

Er bietet jedoch eine gute Gelegenheit die angedachte Diskussion und kritische Reflexion der Ansichten der Physiker, speziell der Ansicht Möbius, mit einem aktuellen Bezug zur Lebenswelt der Schüler zu versehen und somit weiter zu vertiefen. 

Findet dieser Impuls in der heutigen Stunde keine Verwendung, so wird dieser im Kontext der Hausaufgaben in der kommenden Stunde aufgegriffen.


Erwartete OHP-Foliengestaltung (exemplarisch)

 

Arbeitsauftrag Nr.1

 

Newton (A. J. Kilton)

im Auftrag der USA

Einstein (J. Eisler)

im Auftrag der UdSSR

Möbius

im Interesse der gesamten Menschheit

  • Wissen als „Allgemeingut“
  • Pflicht zur Veröffentlichung der wissenschaftlichen Erkenntnisse
  • Freiheit der Wissenschaft
  • keine Verantwortung für die Weiterverwertung der Forschungsergebnisse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Machtzuwachs als Resultat wissenschaftlicher Erkenntnisse
  • Entscheidung, wem man diese Machtmittel zur Verfügung stellt
  • Verantwortung muss Machtpolitik eines bestimmten Landes übertragen werden
  • keine Verantwortlichkeit einzelner Forscher für die Verwertung ihrer Erkenntnisse
  • kein Einfluss der Wissenschaftler auf die Auswertung ihrer Forschungsergebnisse

 

  • Verantwortung des Wissenschaftlers
  • Verpflichtung, die Auswirkungen der Forschung zu berücksichtigen
  • Gefährliche Resultate dürfen nicht veröffentlicht werden
  • Pflicht zur Vernunft, da Fehlentscheidungen zur Katastrophe führen könnten
  • Pflicht gefährliches Wissen notfalls unter persönlichen Opfern zu verbergen (Verzicht auf Ruhm, Geld, Familie, Freiheit)

 

 

 

 

   -> Freiheit der Wissenschaft, frei

       von Verantwortung

-> Versuch, Möbius die Forschungsergebnisse notfalls mit Gewalt zu entreißen

->Wissenschaft muss im Interesse und zum Wohle  des Staates handeln

-> Versuch, Möbius die Forschungsergebnisse notfalls mit Gewalt zu entreißen

-> Kapitulation vor der Wirklichkeit; Rücknahme des Wissens zum Schutz der Menschheit

Fazit:

=> unvereinbare Gegensätze, unversöhnlicher Konflikt

 

 

Verwendete Literatur

Diekhans, Johannes (Hg.) (2005): Einfach Deutsch. Unterrichtsmodell. Die Physiker, Paderborn.

Dürrenmatt, Friedrich (1980): Die Physiker. Komödie, Zürich.

Eisenbeis, Manfred. (2009): Friedrich Dürrenmatt. Die Physiker, Stuttgart.

Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (Hg.) (1999): Richtlinien Deutsch für die gymnasiale Oberstufe, Frechen.

Mattes, Wolfgang (2002): Methoden für den Unterricht, Paderborn.

Schurf, Bernd & Erlach, Dietrich (Hg.) (2002): Kursthemen Deutsch. Drama: Wissenschaft und Verantwortung, Berlin.

Schurf, Bernd & Wagener, Andrea (Hg.) (2009): Deutschbuch für die Oberstufe. Texte, Themen und Strukturen, Berlin.

 

Internetquellen:

Nelles, Roland: Atomkraft, das war's! In: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0, 1518,750704,00.html (Zugriff am 15.03.2011)

 

Bildquelle: www.viki.commanderf.de/theaterforum/physiker.htm (Zugriff am 13.03.2011)

 

Anhang

Arbeitsaufträge

 

 

Deutsch 10 GK/BT/WE                                          Arbeitsauftrag Nr.1                                                        21.03.2011

Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker –

Die Ansichten der drei Physiker über den Zusammenhang von Wissenschaft und Verantwortung (2. Akt S.66-77)[5]

 

 

 

 

 

 

Aufgabenstellung:

 

 

Gruppenarbeit

  1. Die Gruppeneinteilung erfolgt nach den jeweiligen Physikern, die ihr in der Hausaufgabe näher untersuchen solltet. Demnach finden sich jeweils 2 Gruppen pro Physiker zusammen, sodass sich immer eine Gruppe mit Bild und eine Gruppe ohne Bild zusammenfindet (Bsp. Gruppe Möbius mit Bild, Gruppe Möbius ohne Bild etc.).
  2. Wenn ihr euch in den Gruppen zusammengefunden habt, klärt im Gespräch mögliche Fragen und besprecht eure Ergebnisse der Hausaufgabe (5 min).
  3. Erläutert in der Gruppe die Ansichten des von euch in der Hausaufgabe bearbeiteten Physikers und führt aus, welchen Standpunkt der Physiker hinsichtlich des Zusammenhangs von Wissenschaft und Verantwortung vertritt. Tragt die jeweiligen Kernaussagen des Physikers mit Textbelegen zusammen. Fixiert eure Ergebnisse gemäß den vorgegebenen Ansichten und des vorgegebenen Standpunktes stichpunktartig auf Folie. Überlegt euch dabei, wie ihr die Ergebnisse euren Mitschülern verständlich präsentieren könnt (10 min). 

Hinweis: Solltet ihr schon frühzeitig mit der Bearbeitung eurer Aufgabe fertig sein, könnt ihr euch um die Ansichten und den Standpunkt eines weiteren Physikers kümmern. Fragt hierzu bei der Lehrkraft nach und ihr erhaltet eine weitere Folie.

Deutsch 10GK/BT/WE                                        Leervorlage Folie[6]                                        21.03.2011

Newton (A. J. Kilton)

im Auftrag der USA

Einstein (J. Eisler)

im Auftrag der UdSSR

Möbius

im Interesse der gesamten Menschheit

Ansichten:

Ansichten:

Ansichten:

Standpunkt:

Standpunkt:

Standpunkt:

Fazit:

  1. 2 Materialien

Textausschnitt der Ansicht Möbius aus dem 2. Akt (OHP-Folie)[7]:

Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker (2.Akt S.74)

[…] Möbius: Die Vernunft forderte diesen Schritt. Wir sind in unserer Wissenschaft an die Grenzen des Erkennbaren gestoßen. […] Wir haben das Ende unseres Weges erreicht. Aber die Menschheit ist noch nicht soweit. […] Unsere Wissenschaft ist schrecklich geworden, unsere Forschung gefährlich, unsere Erkenntnisse tödlich. Es gibt für uns Physiker nur noch die Kapitulation vor der Wirklichkeit. Sie ist uns nicht gewachsen. [..] Wir müssen unser Wissen zurücknehmen, und ich habe es zurückgenommen. Es gibt keine andere Lösung, auch für euch nicht. […]

 

Didaktische Reserve: Auszug eines Kommentars zur aktuellen Diskussion über Atomenergie in Deutschland (OHP-Folie)[8]:

Roland Nelles: Atomkraft, das war's!

[…] Die Atomkraft ist für den Menschen nicht beherrschbar, da hilft kein noch so gutes Argument. Der GAU ist eine reale Gefahr, er ist möglich, jederzeit, in einem Super-Hightech-Land wie Japan und eben auch bei uns. […]

Das Beben in Japan wird zu einem entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte der modernen Technik. Das lernende System Mensch wird wieder einmal verstehen: Nicht alles, was technisch machbar ist, ist am Ende gut. […]

 

  1. 3 Hausaufgabe zur aktuellen Stunde:

 Deutsch 10GK/BT/WE                       Hausaufgabe zur aktuellen Stunde                            21.03.2011

Aufgabenstellung:

 

 

Lest euch den Textauszug[9] aus dem 2. Akt der „Physiker“ durch und unterstreicht die zentralen Textstellen. Notiert euch anschließend die wichtigsten Thesen und Aussagen des Physikers Einstein/Möbius/Newton über den Zusammenhang von Wissenschaft und Verantwortung mit den zugehörigen Zeilenangaben. 

 

  1. 4 Hausaufgabe zur nächsten Stunde:

 Deutsch 10GK/BT/WE                         Hausaufgabe zur nächsten Stunde                           21.03.2011

Aufgabenstellung:

 

 

Im folgenden Textauszug des Gesprächs mit seinen Mitinsassen, konfrontiert Möbius  Newton und Einstein mit entscheidenden Problemen, die sich für den Physiker in der Gesellschaft ergeben. Benennt diese Probleme und nehmt vor dem Hintergrund des bisher Erarbeiteten kritisch Stellung zu diesen.

 

Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker (2.Akt S.74-76)[10]

[…] Möbius: Die Vernunft forderte diesen Schritt. Wir sind in unserer Wissenschaft an die Grenzen des Erkennbaren gestoßen. Wir wissen einige genau erfaßbare Gesetze, einige Grundbeziehungen zwischen unbegreiflichen Erscheinungen, das ist alles, der gewaltige Rest bleibt Geheimnis, dem Verstande unzugänglich. Wir haben das Ende unseres Weges erreicht. Aber die Menschheit ist noch nicht soweit. Wir haben uns vorgekämpft, nun folgt uns niemand nach, wir sind ins Leere gestoßen. Unsere Wissenschaft ist schrecklich geworden, unsere Forschung gefährlich, unsere Erkenntnisse tödlich. Es gibt für uns Physiker nur noch die Kapitulation vor der Wirklichkeit. Sie ist uns nicht gewachsen. Sie geht an uns zugrunde Wir müssen unser Wissen zurücknehmen, und ich habe es zurückgenommen. Es gibt keine andere Lösung, auch für euch nicht. […] Nur im Irrenhaus sind wir noch frei. Nur im Irrenhaus dürfen wir noch denken. In der Freiheit sind unsere Gedanken Sprengstoff. […] Entweder bleiben wir im Irrenhaus, oder die Welt wird eines. Entweder löschen wir uns im Gedächtnis der Menschen aus, oder die Menschheit erlischt. […]

 

Fachbezogene Vernetzungen

Methodentage/Projekttage – Beitrag des Faches Deutsch

  • Methodentage 5: Einführung in einfache Lesetechniken, Training zum Sammeln von Leseeindrücken, Scanning als Methode der Suche nach bestimmten Informationen
  • Methodentage Jahrgangsstufen 10/11: Texterschließungsverfahren, Präsentationsformen, Verschriftlichen komplexer Sachverhalte, Vorgehensweise bei Klausuren
  • Intensivtage Literaturkurs (Jgst. 12)
  • ZEUS-Projekt – Zeitung und Schule (Jgst. 8)
  • Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels (Jgst. 6)
  • Mundartlesewettbewerb (alle Jgst.)
  • Theater-AG
  • Essay-Wettbewerb (Oberstufe)
  • Deutsch-Olympiade
  • Wettbewerb der Stiftung Lesen im Zusammenhang mit dem Welttag des Buches
  • Poetry-Slam
  • Theaterbesuche in Siegen und Marburg
  • Kursfahrten nach Wetzlar, Frankfurt und Weimar

Arbeitsgemeinschaften /Wettbewerbe

Schulfahrten

Abstimmung von Unterrichtsinhalten mit anderen Fächern

à siehe Pläne des Hausinternen Curriculums

Berufs- und Studienwahlvorbereitung

  • vor allem curricular verankert in Klasse 9/Thema 1: Wir erkunden die Berufswelt
  • Universitätspraktikum 11
  • jährliche Erarbeitung und Aufführung eines Theaterstücks durch den Literaturkurs der Jahrgangsstufe 12
  • jährliche Erarbeitung und Aufführung eines Theaterstücks durch die Theater-AG
  • Erstellung von Texten für die Homepage der Schule durch Schüler und Kollegen
  • Erstellung und Weiterentwicklung des Jahrbuchs der Schule
  • Leseförderkonzept
  • Sprachförderung für Migrantenkinder
  • Rechtschreibförderung
  • Klasseninterne Förderung (Jgst. 5-7) im Rahmen des Ergänzungsunterrichts
  • Schüler helfen Schülern
  • Arbeitsmaterialien im Selbstlernzentrum
  • Teilnahme an besonderen Wettbewerben für begabte Schüler, z. B. Essay-Wettbewerb

Sonstiges

Maßnahmen zur individuellen Förderung

Migrantenförderung

Am JAG lernen relativ wenige Schüler mit Migrationshintergrund, sodass diese Fälle in Absprache mit allen Kollegen der Fachschaft individuell betreut werden – meistens von jenem Kollegen, der diese Kinder auch unterrichtet. Im Übrigen stehen auch Lehrbücher/Lehrmittel in der Lehrerbibliothek/dem Selbstlernzentrum zur Verfügung.

Jungen-/Mädchenförderung

Eine der auffälligsten Schwächen im Bereich aller Fächer ist die mangelnde Lesekompetenz der Jungen. Insofern ist das Leseförderkonzept von großer Wichtigkeit. Die Auswahl zu besprechender Themen oder Lektüren erfolgt – soweit möglich – auch durchaus nach geschlechtsspezifischen Gesichtspunkten im Sinne der Jungen und deren Interessen.

Die Mediennutzung von Jungen und Mädchen unterscheidet sich, auch das ist aus vielen Studien bekannt und durch Empirie gesichert. Durch die Nutzung neuer Medien für das Lernen im Deutschunterricht kann insbesondere die Lernmotivation und Ausdauer von Jungen gesteigert werden. Deshalb werden solche Lernformen am JAG verstärkt genutzt, wo immer sie inhaltlich sinnvoll eingesetzt werden können.

Im kommenden Jahr wird es zum Beispiel eine spezielle Veranstaltung zur Jungenleseförderung der Klassen 8 in Zusammenarbeit mit der Kulturförderung der Stadt Bad Berleburg geben. Die Angebote des Kreises werden von uns intensiv genutzt, da es eine sehr erfolgreiche Kooperation mit der Verantwortlichen für Kultur und Erwachsenenbildung der Stadt Bad Berleburg, Frau Rikarde Riedesel, gibt.

Fachschaftsinterne Absprachen zur Qualitätssicherung

Qualitätszirkel Zentrale Prüfungen

Der Schulleiter informiert in Lehrerkonferenzen, aber auch die einzelnen Fachvorsitzenden, über die Ergebnisse der zentralen Prüfungen. Überdies gelangen alle schriftlichen Rückmeldungen zu den Fachvorsitzenden. In Dienstbesprechungen und Fachkonferenzen werden dann die jeweiligen Ergebnisse erörtert und gegebenenfalls Gründe/Ursachen dafür diskutiert. Schlussfolgerungen für die Weiterarbeit bzw. Konzeption des Unterrichts für folgende Jahrgänge werden besprochen und festgelegt. Bei Problemen einzelner Schüler legen wir für diese zusätzliche Förderempfehlungen sowie Einzelfallberatungen fest.

Absprachen zur Selbst- und Fremdevaluation

Alle Evaluationsmöglichkeiten der Lehrwerke werden genutzt. Zum Beispiel bieten die Arbeitshefte des Lehrbuches Deutschbuch Teste dich!-Seiten, die im Unterricht von allen Kollegen eingesetzt werden. Darüber hinaus lassen wir Lerntagebücher und Portfolios erstellen, zum Beispiel in den Jahrgängen 7 und 9 (vgl. Hausinternes Curriculum). Die Schule nimmt am Programm SEIS teil. Auch gibt es Überlegungen zu einem Feedbackbogen für Schüler an Lehrer (siehe Punkt 7.5.).

Planungen zur eigenen Professionalisierung

Die Zusammenarbeit in der Fachkonferenz ist von Hilfsbereitschaft untereinander und Interesse am fachlichen Austausch geprägt. Die Kollegen besuchen Fortbildungsveranstaltungen nach eigenem Ermessen und Interesse, aber auch nach Hinweisen der Schulleitung und der Fachkonferenzvorsitzenden. Ein ständig zu erweiternder Materialpool existiert bereits im Selbstlernzentrum, zudem tauschen sich die Kollegen auch individuell mit Materialien aus. Die Kollegen einer Jahrgangsstufe bilden ein Team, das sich nach Bedarf trifft. In der Lehrerbücherei befindet sich eine Abteilung des Faches Deutsch, die auf Anregung der Kollegen erweitert wird. Auch von den Verlagen zugesandte Materialien stellt die Fachvorsitzende hier ein. Geplant ist eine größere Fort-/Ausbildung für einen Kollegen mit dem Schwerpunkt Lese-/Rechtschreibschwäche.

Arbeitsorganisation und Arbeitssicherheit

Die Auswahl von Filmen, Lektüren und anderen Materialien für den Einsatz im Unterricht erfolgt grundsätzlich nach den Gesichtspunkten und Vorgaben des Jugendschutzgesetzes.

Planung der weiteren Arbeit in der Fachkonferenz

Geplant sind:

  • der Aufbau und Ausbau des Rechtschreibförderkonzeptes
  • Erstellung von allgemeinen Bewertungsrastern für gleiche Textformate/Aufgabentypen
  • Ständige Überprüfung der Funktionsfähigkeit/Umsetzbarkeit des Curriculums und ggf. Veränderungen daran
  • Evaluation der Klassenarbeiten im Hinblick auf Kumulation und Aussagekraft
  • Vernetzung des Hauscurriculums mit anderen Fächern

 

 

[1] Hierbei handelt es sich um eine arbeitsteilige Gruppenarbeit, in der die Schüler zu einem ausgewählten Physiker den jeweiligen Arbeitsauftrag bearbeiten. Die zu bearbeitende Figur wurde durch die Anfertigung der Arbeitsaufträge in dreifacher Form (AB „Möbius“, AB „Newton“, AB „Einstein“) von der Lehrkraft vorgegeben.

[2] In Abhängigkeit der noch verbleibenden Unterrichtszeit wird die Beantwortung dieser Frage im Unterrichtsgespräch diskutiert oder als

  weiterführende Schreibaufgabe in Form einer Hausaufgabe gesichert.

[3] Statt Schülerinnen und Schüler verwende ich in den folgenden Überlegungen den Sammelbegriff „Schüler“.

[4] Dieses Teillernziel wird in Abhängigkeit der verbleibenden Unterrichtszeit im Unterrichtsgespräch oder als weiterführende Schreibaufgabe

  in Form einer Hausaufgabe erreicht.

[5] Dürrenmatt, F. 1980. S. 66-77.

[6] Die Gruppen erhalten gemäß ihres Arbeitsauftrages einen Ausschnitt der Folie mit dem entsprechenden Physiker, dessen Ansichten sie in der Erarbeitungsphase näher untersuchen. Die hier angeführte Leervorlage dient als eine „Maske“, auf der die einzelnen Folienausschnitte der präsentierenden Gruppen bei der Vorstellung der einzelnen Ergebnisse aufgelegt werden und somit eine anschauliche Gegenüberstellung gewährleisten.   

[7] Dürrenmatt, F. 1980. S. 74.  

[8] Vgl. Nelles, R. (15.03.2011): http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,750704,00.html

[9] Vgl.: Dürrenmatt, F. 1980. S.66-77.

[10] Der Textauszug der Folie wurde im Sinne einer vertiefenden Erarbeitung der Ergebnisse der Phase des Transfers in der Hausaufgabe erweitert.

Das Johannes-Althusius-Gymnasium ist Kooperationspartner von:

 


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