Vetretungskonzept

Vertretung in der Oberstufe?

Das Team der Qualitätsanalyse hat uns darauf hingewiesen; und auch im laufenden Vollzug zeigen sich Differenzen im Umgang mit der Situation, wenn ein Lehrer fehlt. Fachlehrer, Vertretungsplaner und Schüler ziehen hier nicht immer an einem Strang.

 

In diesem Beitrag wird das angestrebte Verfahren des JAG einmal ausführlich erläutert und begründet. Damit ist angestrebt, Verständnis für die Situation zu wecken und Regelungen so zu treffen, damit das Bestmögliche daraus erwachsen kann.

 

Vertretungskonzept Oberstufe

Einleitung

Aus vielerlei Gründen kann der Fall eintreten, dass der Fachlehrer oder die Fachlehrerin den Fachunterricht nicht persönlich leiten kann. Im Interesse einer guten schulischen Bildung ist das JAG bestrebt, die unterrichtlichen Auswirkungen möglichst zu minimieren. Guter Unterricht gelingt nur mit einer hohen, dem Lerngegenstand gewidmeten Schüleraktivität. Das gilt uneingeschränkt auch für den Unterricht, der ohne Lehrkraft stattfindet.

Vor diesem Hintergrund hat sich folgendes Verfahren am JAG etabliert. Optimierungsvorschläge im oben genannten Sinne sind bei den Jahrgangstufenleitern, der Oberstufenkoordination oder der Schulleitung willkommen.

Fachlehrerin oder Fachlehrer

Der zu vertretende Lehrer bemüht sich, geeignete Aufgaben zur Bearbeitung durch die Schülerinnen und Schüler rechtzeitig bereitzustellen. Ist dies nicht möglich, gibt er dies dem Vertretungsplaner bekannt. Die Aufgaben für Vormittagsstunden sollen nach Möglichkeit Sozialformen des gemeinsamen Arbeitens anregen. Aufgaben für den Nachmittagsbereich sollen für Einzelarbeit konzipiert sein.

Weitergehende Materialien oder Raumbedarfe (z.B. OAR) werden ebenfalls bekannt gemacht.

In der ersten Stunde nach der Fehlzeit werden die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler angemessen gewürdigt und unterrichtlich eingebettet. Die so erbrachten Leistungen der Schülerinnen und Schüler sind Bestandteil des Leistungsbereiches „Sonstige Mitarbeit“. Das Fernbleiben vom Unterricht ohne Lehrkraft im Vormittagsbereich wird ins Kursbuch als Fehlstunde eingetragen und das entsprechende Verfahren zum Umgang mit Fehlzeiten angewendet.

Vertretungsplaner

Im Vormittagsbereich wird dem betreffenden Kurs ein Raum zugewiesen und für jede Unterrichtsstunde ein Lehrer, der die Anwesenheit kontrolliert.

Im Nachmittagsbereich wird kein Raum zugewiesen und als Vertretungslehrer „oLk“ (ohne Lehrkraft) eingesetzt. Die Schülerinnen und Schüler können die Aufgaben an jedem geeigneten Ort, also auch zu Hause, und ohne Lehrerkontrolle erledigen.

Im Falle eines länger andauernden Fehlens eines Kollegen oder einer Kollegin, wird angestrebt, den Unterricht im Rahmen des Möglichen im Kollegium aufzuteilen.

Liegen keine geeigneten Aufgaben vor, wird dies auf dem Vertretungsplan durch „fällt aus“ gekennzeichnet.

Schülerinnen und Schüler

Vertreter des Kurses holen die Aufgaben und die Anwesenheitsliste rechtzeitig, zum Beispiel in der großen Pause vorher, im Sekretariat ab und nehmen sie mit in den im Vertretungsplan ausgewiesenen Unterrichtsraum. Dort werden die Aufgaben allen Kursmitgliedern zugänglich gemacht und der Aufgabenstellung entsprechend bearbeitet. Es wird die Anwesenheitsliste erstellt und im Anschluss an die Unterrichtsstunde im Sekretariat abgegeben.

Während der ganzen Unterrichtszeit besteht Anwesenheitspflicht für alle Schülerinnen und Schüler des Kurses in diesem Raum. Zeigt es sich, dass die Aufgaben nicht angemessen sind, z.B. wenn der Kurs insgesamt nach der ersten Stunde einer Doppelstunde das sorgfältige Bearbeiten abgeschlossen hat, sendet der Kurs Vertreter ins Sekretariat, um das weitere Verhalten mit der Schulleitung abzusprechen.

Liegt die betreffende Unterrichtsstunde am Nachmittag, können die Aufgaben selbstständig zu Hause bearbeitet werden. Sie müssen lediglich in der ersten Stunde mit dem Fachlehrer nach der Fehlzeit vorliegen.

Erkennen Schülerinnen und Schüler absehbare Schwierigkeiten, z.B. Differenzen zwischen dem Vertretungsplan und Absprachen mit dem Fachlehrer, weisen sie bitte den Fachlehrer oder den Vetretungsplaner im Vorfeld darauf hin.

Schlusswort

Für Lehrer und Schüler wäre es gleichermaßen einfacher Unterricht in der Oberstufe ohne Fachlehrer grundsätzlich ausfallen zu lassen. Dem entgegen steht der Anspruch der Schülerinnen und Schüler auf Unterricht und die Erfordernisse der Vorbereitung auf zentrale Abschlussprüfungen. Auch in Unterrichtsstunden, in denen der Fachlehrer anwesend ist, sind Arbeitsphasen enthalten. In Hausaufgaben werden Materialien und Inhalte selbstständig erarbeitet auf denen der nachfolgende Unterricht aufbaut. Somit kann erwartet werden, dass Stunden, in denen die Schülerinnen und Schüler selbsttätig, gemeinsam und ernsthaft arbeiten, das Unterrichtsgeschehen befördern.

Das JAG ist gehalten auch im Vertretungsfalle die Qualität und die Kontinuität des Unterrichts so weit wie möglich zu erhalten und so wenig Unterricht wie möglich ausfallen zu lassen. Dabei sollen Transparenz, Nachvollziehbarkeit, Eindeutigkeit und Berechenbarkeit für das Kollegium, die Schülerinnen und Schüler und die Eltern gegeben sein.

„Unterrichtsausfall[i] ist allgemein definiert als das Abweichen von dem in den jeweiligen Stundenplänen vorgesehenen Unterrichtsumfang. Das bloße Abweichen von den Stundenplänen allein führt jedoch nicht automatisch zu Unterrichtsausfällen. Erteilter Vertretungsunterricht (z.B. vollwertiger Vertretungsunterricht, Ersatzunterricht usw.) sowie erteilter Unterricht in anderer Form gelten als Unterricht und sichern Lernzeit. Man spricht deshalb von Unterrichtsausfall erst, wenn der Unterricht ersatzlos ausfällt.“ Somit kommt dem selbstständigen Arbeiten ohne Fachlehrer Unterrichtsqualität zu.

Das vorliegende Konzept entspricht dem Ermessen der Lehrerinnen und Lehrer des JAG nach diesen Kriterien.

Um erfolgreich im Sinne von gewinnbringend für den Fachunterricht und somit die Schülerinnen und Schüler zu sein, ist es auf eine wohlwollende Befolgung sowohl durch die Lehrerinnen und Lehrer als auch der Schülerinnen und Schüler angewiesen.

Bin/Re

 


[i] Materialsammlung "Sicherung von Lernzeit", Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, 2007

Das Johannes-Althusius-Gymnasium ist Kooperationspartner von:

 


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