Wenn Wittgensteiner Siebtklässler die Skihänge in Gerlos hinuntergleiten, gleichzeitig am Johannes-Althusius-Gymnasium mit Hilfe der Feuerwehr Fett zum Explodieren gebracht wird, Origamitiere gefaltet, in der Aula mit Lego und Tablets Trickfilme gedreht werden, kann es nur eines bedeuten: Es ist Projektwoche am JAG.
Wer schon immer mal bouldern gehen oder erste Erfahrungen im Programmieren mit Scratch sammeln wollte, der kam in der Projektwoche voll auf seine Kosten, denn während der fünf Projekttage wurden Lehr- und Stundenpläne ausnahmsweise mal zur Nebensache. Das Angebot an Projekten und Exkursionen, an denen die Schülerinnen und Schüler teilnehmen konnten, war groß und abwechslungsreich: So konnten Didgeridoos und Xylophone gebaut und bemalt, ein Crashkurs in Maskenbildnerei gemacht, neue Sportarten ausprobiert oder auch Schach gespielt werden. Die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen begaben sich auf die Spuren von Johannes-Althusius, bastelten althusiussche Kragen und Bärte und ließen ihn in selbstgedrehten Videos wieder lebendig werden. Wer sich musikalisch ausprobieren wollte, schnupperte ins Chorprojekt, wer einfach nur frische Waldluft brauchte, lief bei der Winterwanderung mit.
Im Projekt „Handwerk“ wurden die Schülerinnen und Schüler von den ehemaligen JAGlern Finn Gücker (Innungssieger, Hessenmeister und 5. der Deutschen Meisterschaft im Tischler-Handwerk) und Simon Lamb (Innungssieger und bester deutscher Prüfungsteilnehmer im Zimmerer-Handwerk) dabei unterstützt, Getränkehalter, Schachbretter und Bilderrahmen zu bauen. Das Material für das Projekt stellte die Firma Schmitt & Marburger Treppenbau zur Verfügung.
Spektakulär ging es im Projekt der Feuerwehr zu: Mit einer riesigen Fettexplosion demonstrierten die freiwilligen Feuerwehrleute den beeindruckten Fünftklässlern und -klässlerinnen, dass nicht jedes Feuer mit Wasser gelöscht werden kann.
Die Einführungsphase (EF) beschäftigte sich im Rahmen von „Schule ohne Rassismus“ mit dem Zeitzeugenbericht der jüdischen Schülerin Lucie Krebs, die mit ihrer Familie vor den Nationalsozialisten aus Bad Berleburg geflohen ist. Im Rahmen dieses Projektes entstanden Podcasts. Die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 6 nahmen an einem Workshop über Vorurteile teil und wurden so sensibilisiert, Mobbing und Diskriminierung schon früh entgegenzuwirken. Die achten Klassen fuhren nach Frankfurt und besuchten dort die Bildungsstätte Anne Frank, wo sie mehr über die Geschichte und das Leben des jüdischen Mädchens lernten und sich außerdem mit Alltagsrassismus sowie Diskriminierung durch Sprache beschäftigten. Die Neuntklässlerinnen und -klässler nahmen an einem Workshop zu Hatespeech teil und die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 beschäftigten sich in einem Planspiel mit Verschwörungstheorien.
Zeit für Studien- und Berufsorientierung blieb während der Projektwoche auch noch: Neben all diesen Projekten machten sich die Schülerinnen und Schüler der achten Klassen auf und erkundeten im Rahmen der Berufsfelderkundungstage für einen Tag einen Betrieb ihrer Wahl. Die Schülerinnen und Schüler der Q1 absolvierten ein Uni- oder Betriebspraktikum.




















































