Das Warten hat nun endlich ein Ende - Am vergangenen Freitag konnten zwei der sieben Skulpturen, die von Schülerinnen und Schülern der Skulptur AG entworfen und von Azubis des BZW gebaut wurden, in offizieller Runde eingeweiht werden.
Papierflieger
Ein einfaches Mittel gegen Langeweile ist so ein Papierflieger – es braucht nicht mehr als ein Blatt Papier und die passende Falttechnik, schon wird aus dem Blatt ein Meisterwerk der Physik, ein lustig frecher Streich, die Inkarnation der Ablehnung von Obrigkeiten und nicht zuletzt vielleicht auch ein Symbol der Freihei
War der Papierflieger früher doch eher ein Ärgernis für die Lehrkraft, so hat er in heutigen Zeiten vielleicht auch eine beruhigende Wirkung und kann zum Symbol werden: für Kreativität, Humor und Freiheit.
Ruben Bertram, Anton Fenner und Vincent Schneider stehen zusammen mit den Azubis vom BZW des vergangenen Lehrjahres sowie des aktuellen Lehrjahres (stellvertretend seien hier Fabian Schmidt, Jonas Dietrich, Jason Stöcker, Philipp Kuhli erwähnt) hinter dieser Skulptur. Sie haben gebastelt, getüftelt, Ideen verworfen und verändert, bis schließlich diese Form entstand.
Blick durch die Leinwand
Diese Skulptur bzw. Assemblage befindet sich in leuchtendem Verkehrsrot an der Fassade unserer Schule. Sie stellt nicht nur aufgrund ihres Namens, sondern auch durch Material und Form eine Verbindung, vielleicht sogar eine imaginäre Brücke zwischen den Gebäuden Schule und Kino dar. Die alten Metallbuchstaben, die vor dem Umbau des Capitols eingelagert wurden, gaben den Startschuss für das Projekt.
Wie man daraus eine Skulptur machen kann, das hat Lotta Kolshorn (gemeinsam mit Hannah Wiegnanek) ganz genau verstanden. Die Buchstaben hat sie so angeordnet, dass eine Fläche, also eine Kinoleinwand entsteht, die bei genauerem Hinschauen eine 100 erkennen lässt, die an den 100. Geburtstag unserer Schule erinnern soll. Der Charme dieser Skulptur besteht darin, dass sie einen durch ihre vermeintliche Schlichtheit zur genaueren Betrachtung auffordert, das Auge suchen lässt: Welche Buchstaben sind denn hier genau zu sehen? Sind es eigentlich noch Buchstaben? Steht dort ein Wort? Ist das überhaupt noch eine Skulptur?
Diese Skulpturen sind nicht nur abstrakte Formen, sondern sollen auch verkörpern, was eine Gemeinschaft und ein Netzwerk in Sachen Kunst und Kultur leisten kann. Dies betonte auch Bürgermeister Volker Sonneborn, der das Engagement, die Kreativität, den Gestaltungswillen und Teamgeist aller Beteiligten lobte. „Wir brauchen eure Ideen – auch in Zukunft“, so Sonneborn weiter.
Wir danken besonders dem Bildungszentrum Wittgenstein (BZW) für die gute Zusammenarbeit.












